Nach der Entscheidung Hitlers für "befestigte
Gebiete" im Jahr 1935 und dem Einmarsch deutscher Truppen in das bis dahin
entmilitarisierte Gebiet am Rhein (7.3.36), wurden in den Jahren 37 und 38
Planung und Bau von Festungsanlagen forciert. Der Maginotlinie gegenüber wurde
auf deutscher Seite der sogenannte Westwall errichtet.
Unrichtigerweise wurde der Westwall von den Alliierten
"Siegfriedlinie" genannt.
Obwohl mehr als 15.000 Bunker gebaut wurden oder im Bau waren, sorgte doch vor allem die ausserordentliche Propagandawirkung über die "Unbezwingbarkeit des Westwalls" dafür, dass die Franzosen während des Polenfeldzugs 1939 die Deutschen nicht im Rücken angegriffen haben.
Nach Beendigung des Westfeldzuges in Frankreich (Mitte 1940) wurden die noch nicht fertiggestellten Anlagen zurückgebaut und nahezu alle Inneneinrichtungen der bereits fertigen Festungsanlagen entfernt und anderen Verwendungen (z.B. Atlantikwall) zugeführt.
Der Beginn des erneuten Ausbaus ab 24.8.44, kurz vor der
Ardennen-Offensive, war dann doch nicht mehr als ein ungeheurer Bluff. Nur der
Mythos des Westwalls verzögerte noch einmal den Durchbruch der Alliierten in
das deutsche Reichsgebiet bis Februar 1945.
Die Befestigungsanlagen wurden ab 1946 mit grossem Eifer
von den Westalliierten zerstört. Die Zahl der bis heute erhalten gebliebenen
Bauwerke des Westwalls ist nur sehr gering.
(Zusammenfassung nach "Der Westwall" vom rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege)
Acht Kilometer nördlich von Wissembourg, bei Bad Bergzabern, haben deutsche Mitglieder der "Association des Amis de la Ligne Maginot" (AALMA) zwei Artilleriebunker des Westwalls restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Ort : Nördlicher Stadtausgang von Bad Bergzabern,
siehe Michelinkarte Nr. 242 Feld 12.
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