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- Die Festung Schoenenbourg und die Maginot Linie



Seit 1978 ist die Festung Schoenenbourg für Besucher geöffnet. Sie ist die größte Fes­tung der Maginotlinie im Elsass, die besucht werden kann.

Die Besucherzahl liegt jedes Jahr bei etwa 40000 Personen.

Die gesamte Festung ist in einer nationalen Liste historischer Gedenkstätten aufgeführt. Ihre Einrichtung besteht ausschließlich aus Originalteilen.

Als Teil des Riegels zur Abwehr eines Angriffs aus dem Norden wurde sie 1940 in heftige Kämpfe verwickelt. Sie erlitt die meisten Treffer aller Festungen der Maginotlinie.

In der Zeit von September 1939 bis Juni 1940 verschoss sie insgesamt 17197 Granaten.

Das deutsche Feuer auf die Festung betrug im selben Zeitraum 56 Granaten vom Kaliber 42 cm, 33 Granaten vom Kaliber 28 cm, 160 Flugzeugbomben und 3000 Granaten der Ka­liber 15 cm und 10,5 cm.

Am 14. Juni 1940 hielt die französische Besatzung in der Festung einen Kriegsrat ab. Sie beschloss, sich nicht zu ergeben und den Widerstand fortzusetzen, im Geiste der Devise der Maginotlinie „On ne passe pas“ – „Man kommt nicht durch“.

Die Übergabe an die Deutschen erfolgte erst am 1. Juli 1940, nachdem das französische Oberkommando dies schriftlich befohlen hatte, sechs Tage nach Inkrafttreten des Waf­fen­stillstands mit Frankreich.